IRONMAN Italy - 23.09.2017

Die Erstauflage vom IRONMAN Italy - Emilia Romagna, Cervia - war meine 10. IRONMAN Teilnahme.

Und wie war`s? – Wetter optimal – 23 Grad, Sonne, wenig Wind! Viele Zuschauer, gut organisiert.

Ironman 2017 in Italien mit Yvonne Most - TriathlonSchwimmen in der ruhigen Adria mit Rolling Start (mag ich gar nicht), Landgang und Wanderung bis das Wasser schwimmbar war. Cool war dann der Lauf in die Wechselzone – 150 m durch breiigen Sand, danach 400 m bis zum Wechselzelt. Anschließend ging`s durch den längsten Wechselgarten den ich je gesehen habe – 1,2 km. Für mich war das super, nach dem Schwimmen lag ich auf AK-Platz 17 und nach dem Wechsel hatte ich`s schon in die Top Ten geschafft.

2 Runden Radkurs (185 km) als Begegnungsstrecke – flach wie ein Tortenteller mit einem giftigen, ca. 2 km Anstieg in Bertinoro, wo man schon froh war, hinten das 28er Ritzel zu haben. Die Straßen in italienischer Manier als ob der Giro durchgeht. Alle Straßen wurden zuvor ausgebessert und es gab ein paar Stellen, da dampfte bestimmt noch der Asphalt als der 1. drüber fuhr. Für viele war`s sicher super schnell – im „Kona Express“. Trotz der 2.800 Starter konnte es sich zwar entzerren, aber ich habe noch nie so viele Radgruppen gesehen, tw. im Windschatten wie beim Radrennen. Bei meinem späten Schwimmstart (15 min nach Beginn) und der Schwimmerei sind bereits viele wenig ambitionierte Männer unterwegs, die den Tag genießen wollen und sich nach der Wanderschaft zur Wechselzone duschen, umkleiden und dann im RtF-Tempo eine Radgruppe suchen.

Ironman 2017 in Italien mit Yvonne Most beim Laufen - TriathlonFür mich ist es Wettkampf, nach dem Schwimmen geht`s erst los und möglichst an vielen vorbei…also ehrliches Fahren – ohne Zeitstrafe und Disqualifikation. Die Radstrecke selbst bedeutete 180 von 185 km Arbeit, Ausruhen nur auf der Abfahrt von Bertinoro. Ein profiliertes Relief kommt mir mehr entgegen, so richtig schnell war ich dann auch nicht, obwohl ich die beste Radzeit in meiner AK hatte und nach dem Rad –Split mit 3 min Vorsprung auf Platz 1 lag.

Triathletin Yvonne Most wird Zweite an der Adria - Zeitungsauschnitt der Leipziger Volkszeitung 2017Auf die lange Wechselzone und natürlich auf`s Laufen freute ich mich ja schon am Schwimmstart. Bei dem Anblick in meiner Reihe kein Rad zu sehen stimmte mich schon ein bisschen euphorisch (nach dem Schwimmen stand auch kein Rad – war nicht so gut). Laufen geht ja immer – das ist mein Spruch, sonst kommt man nicht an! Es ging auch gut auf dem 4 Runden Kurs – viele Zuschauer, sogar Support durch Freunde und Bekannte – Alex, Leila und Ralf waren extra angereist – unglaublich! Es war zunächst ein sehr angenehmes Laufen, viel Schatten gute Versorgung,…allerdings waren mir 2 Däninnen mächtig auf den Fersen – eine konnte ich erfolgreich abschütteln; sie hatte mich real schon auf der 2. Laufrunde überholt, die andere ging erst virtuell dann dauerhaft in der 3. Runde vorbei und lief mit Superzeit und großem Vorsprung Richtung Ziel. Zwischendurch wurde ich noch von 2 weiteren Frauen überholt, wo ich dachte sie seien in meiner AK! Das drückte ein bisschen auf die Stimmung. Zwar lief ich noch gefühlt zügig, aber die Uhr zeigt dann schon 6 min/km – was nicht mehr ganz so flott ist. Ich dachte nur – wenn ich`s hier nicht auf`s Podium schaffe, war das mein letzter IRONMAN!

Es reichte…. insgesamt 2. Platz in der AK 50 bis 54 (32 Finisher) – mit Luft nach hinten von 4 Minuten - was mich sehr, sehr freute.

Mein Ergebnis:

  • S: 1:16:25
  • T1: 7:26
  • B: 5:38:38
  • T2: 4:07
  • R: 4:01:17
  • Gesamt: 11:07:51 Std.

Podium ist ja immer schön – auch wenn`s schwer fällt auf`s Treppchen zu kommen und der Muskelkater normale Bewegungen nicht zulässt! Nach der Siegerehrung sind wir gegangen noch bevor die begehrten Hawaii-Slots für 2018 vergeben wurden…Bei den Frauen gab es in jeder AK 1 Slot – die 1. hat es auch verdient genommen!

Bin trotzdem ein bisschen stolz, dass ich das so hingekriegt habe – auch diesmal Podium in der Altersklasse! Das lässt natürlich hoffen, dass es nicht meine letzte Langdistanz war. Allerdings brauch ich jetzt wieder Motivation.

Ich denke die Motivation kommt spätestens nach 2 Wochen, wenn sich Speckröllchen zeigen, schlechte Laune einsetzt und man auf dem allerbesten Weg ist, seine AK im realen Leben zu erreichen…

Yvonne Most

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